Honiglagerung

Um die hohe Qualität von naturbelassenem Honig möglichst lange zu bewahren, ist eine richtige Lagerung wichtig. Honig ist im Gegensatz zu fast allen anderen Nahrungsmitteln bei entsprechender Lagerung über Jahre hinweg ohne Qualitätseinbußen lagerfähig. Der hohe Zucker- und der geringe Wassergehalt sowie die Inhibine verhindern, dass sich Bakterien und andere Mikroorganismen vermehren können.

Damit auch während der Vorratslagerung im privaten Haushalt das Aroma und die empfindlichen Inhaltsstoffe möglichst lange erhalten bleiben, sollte Honig kühl, trocken, dunkel und geruchsneutral gelagert werden.

Tipps für die Lagerung von Honig im Haushalt

  • Kühl:
    – Nicht in direkter Sonneneinstrahlung
    – Nicht in beheizten Räumen
    – Das Aufbewahren im Kühlschrank ist nicht zu empfehlen
    Honig ist hitzeempfindlich. Bei zu hoher oder zu langer Erwärmung, sowie bei zu hohen Lagertemperaturen, gehen wichtige Inhaltsstoffe und Enzyme verloren.

  • Trocken:
    – Deckel stets gut schließen
    Honig ist hygroskopisch, das heißt er zieht Feuchtigkeit aus der Luft an. Als Folge kann es zur Gärung kommen. Bei verschlossenen Gläsern und trockener Lagerung erhöht sich der Wassergehalt nicht.

     

     

  • Dunkel:
    – im Vorratsschrank oder Keller
    Honig ist lichtempfindlich. Dies betrifft in erster Linie Enzyme mit inhibitorischer Wirkung (Mikroorganismen hemmende Wirkung), die bei länger einwirkender Lichteinwirkung zerstört werden.

     

     

  • Geruchsneutral:
    – Deckel stets gut schließen.
    Honig nimmt schnell fremde Gerüche und Geschmäcker an. Daher sollte Honig immer gut verschlossen werden, da er ansonsten mit dem Wasserdampf (s. o.) auch fremde Aromen aufnehmen kann.
 

Bienenhonig: Nicht für Kleinkinder unter einem Jahr

Ein Tabu für die Säuglingsernährung: Süßen mit Honig. Auch wenn Tee, Milch oder Babybrei damit noch besser schmecken – für Kinder unter zwölf Monaten kann es gefährlich werden: Säuglingsbotulismus, eine sehr seltene, aber unter Umständen lebensbedrohliche Erkrankung. Bei dieser Sonderform des Botulismus infiziert sich der Säuglingsdarm mit dem Bakterium Clostridium botulinum. Die Sporen können im Darm auskeimen und ein muskellähmendes Gift produzieren. 

 

Die Darmflora ist bei einem Baby noch nicht so weit entwickelt, als dass sie krank machende Keime wie Clostridien in Schach halten könnte. Unerkannt und unbehandelt kann das Gift beim erkrankten Säugling Lähmungen der Atem- und Schluckmuskulatur bewirken und schlimmstenfalls zum Tode führen.

Babyfertignahrung, Breie und Kekse gesüßt mit Honig sind dagegen bedenkenlos. Die Produkte werden bei der Herstellung ausreichend hoch erhitzt, so dass die Bakterien abgetötet werden.

Bei Kindern über einem Jahr und Erwachsenen ist Honig hingegen völlig unbedenklich, weil eine stabile Darmflora eine Auskeimung der Sporen verhindert.

Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum können als natürliche Kontaminanten in Honig vorkommen – auch bei sorgfältigster Arbeit der Imker. Als Kontaminationsquelle kommen Pollen, der Verdauungstrakt der Honigbiene, Staub, Luft, Erde und Nektar oder gegebenfallls Futterstoffe für Bienen in Betracht.

Quelle: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Blütenbildung im Honig

 

Vielleicht haben Sie kleine, weißliche Stellen oder eine leicht körnige Textur in Ihrem cremigen Honig bemerkt, die an kleine Blüten oder Kristalle erinnern? Dies ist ein ganz natürliches Phänomen und ein deutliches Zeichen für die hohe Qualität und Naturbelassenheit Ihres Honigs.

Was ist diese „Blütenbildung“?

Die sogenannten „Blüten“ oder weißen Streifen und Flecken, die manchmal in cremigem Honig oder am Glasrand sichtbar werden, sind natürliche Glukose-Kristalle, die sich während des Lagerprozesses bilden.

Der chemische Hintergrund: Honig besteht hauptsächlich aus zwei Zuckerarten: Fruktose (Fruchtzucker) und Glukose (Traubenzucker). Die Glukose ist von Natur aus weniger löslich als Fruktose und neigt daher dazu, im Laufe der Zeit aus der Lösung auszufallen.

Kein Makel, sondern ein Qualitätsmerkmal: Cremiger Honig ist bereits fein kristallisiert. Wenn sich nun an einigen Stellen – oft dort, wo leichte Lufteinschlüsse sind – diese Kristalle weiter zusammenlagern, entstehen die sichtbaren weißen Strukturen. Dieser Vorgang wird in der Fachsprache auch als „Ausblühen“ oder „Reifung“ bezeichnet.

Ist der Honig noch genießbar?

Absolut! Die Blütenbildung hat keinerlei negative Auswirkungen auf die Qualität, den Geschmack oder die Haltbarkeit Ihres Honigs.

Sie ist kein Zeichen für Verderb, sondern bestätigt, dass der Honig nicht übermäßig erhitzt (pasteurisiert) wurde. Eine Erhitzung würde die natürliche Kristallisationsstruktur zerstören, was wiederum zu einem Verlust wertvoller Enzyme führen könnte.

Die Kristalle bestehen aus reinem Traubenzucker und sind vollkommen unbedenklich.

Was mache ich, wenn mein Honig „blüht“?

Genießen Sie ihn einfach weiter! Die Konsistenz kann sich geringfügig fester anfühlen, aber der Geschmack bleibt erhalten